Rheinberg, natürlich niederrheinisch

Global Nachhaltige Kommune

Nachhaltigkeitsstrategie Stadt Rheinberg

 

Pünktlich zum Jahresende 2022 ist die Nachhaltigkeitsstrategie für die Stadt Rheinberg fertiggestellt worden. Sie ist Ergebnis eines breit angelegten bürgerschaftlichen Prozesses, der über anderthalb Jahre verschiedene Akteur:innen der Stadtgesellschaft, die politischen Parteien im Rat der Stadt sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung einbezogen hat. Entstanden ist ein umfassendes Zielsystem für eine zukunftsfähige Entwicklung in Rheinberg und über 80 Maßnahmenvorschläge, wie diese Ziele verfolgt werden können.

 

Gearbeitet wurde unter wissenschaftlicher Begleitung der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW an sechs kommunalen Handlungsfeldern, die aus den 17 Globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entwickelt wurden:

 

  • Lebenslanges Lernen & Kultur
  • Soziale Gerechtigkeit & zukunftsfähige Gesellschaft
  • Globale Verantwortung & Eine Welt
  • Klimaschutz & Energie
  • Wohnen & Nachhaltige Quartiere
  • Nachhaltige Verwaltung

In der Ratssitzung am 28.03.2023 hat der Rat der Stadt Rheinberg die erarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie als zukünftiges Handlungsprogramm für die Entwicklung der Stadt Rheinberg beschlossen. Die formulierten Leitlinien, strategischen und operativen Ziele gelten als Leitfaden der kommunalen Verwaltung. Auch die geschaffenen Arbeitsstrukturen bleiben bestehen. Dies betrifft die Koordination durch das Nachhaltigkeitsmanagement, das verwaltungsinterne Kernteam sowie die Steuerungsgruppe aus Vertreter: innen von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft. Nun geht es an die Umsetzung der zahlreichen Maßnahmenvorschläge der Nachhaltigkeitsstrategie. Letztendlich wird das Ziel verfolgt, nicht nur innerhalb der Stadtverwaltung, sondern auch in privaten Haushalten, Unternehmen und Institutionen nachhaltig zu handeln und Rheinberg so zukunftsfähig zu machen.

Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie
Die 17 Ziele auf Rhinberkse Platt

Um die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) bekannter zu machen, wirbt Rheinberg jetzt auf 17 verschiedenen Bierdeckeln dafür - und auf Rhinberkse Platt!

Mit ortstypischen Motiven und eingängigen Sprüchen im hiesigen Dialekt soll die Bierdeckel-Aktion Gäste von Lokalen ins Gespräch über die 17 Ziele bringen – bei einem kalten Getränk. Dabei wird schnell klar, dass die 17 Ziele nicht nur auf internationalen Klima- und Wirtschaftsgipfeln eine Rolle spielen, sondern auch hier vor Ort in Rheinberg. „Ich freue mich besonders, wie schön die Aktion Rheinbergs Kreativität, Tradition, Brauchtum und Gastronomie verbindet - gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit“, kommentiert Bürgermeister Dietmar Heyde die Zusammenarbeit des Fachbereiches Kommunikation und der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist zurzeit zwar in aller Munde, dass hinter dem Begriff aber insgesamt 17 globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung stehen, die im September 2015 auf der Generalversammlung der UN von allen Staaten verabschiedet worden sind, ist noch lange nicht allen bekannt. Ebenso unbekannt ist, um was für Ziele es sich dabei konkret handelt. Die Verwaltung hat daher zusammen mit dem Rhinberkse Sprookverein „Ohmen Hendrek“ und dem Grafiker Luja 17 verschiedene Bierdeckel mit humorvollen Sprüchen auf Rhinberkse Platt und dazu passenden Piktogrammen entworfen, die es ab sofort in Kneipen, Restaurants, Imbissen und Vereinsheimen im Rheinberger Stadtgebiet zu entdecken gibt. Wer wissen möchte, was die Sprüche und Bildchen mit nachhaltiger Entwicklung zu tun haben, kann auf der Rückseite der Bierdeckel das passende Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen nachsehen. Der Sprookverein hilft auf seiner Website www.ohmen-hendrek.de/ bei der „Übersetzung“ des Platt.

Auch weitere interessierte Gastronomen und Vereine können noch mitmachen, sich die unterschiedlich gestalteten Bierdeckel ins eigene Lokal holen und damit die Verbreitung der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Anfragen bitte an: chris.demmer@rheinberg.de

Die Aktion läuft, so lange der Vorrat reicht.

 

17 Ziele-Glücksrad auf dem KPiP-Festival

Anfang Juni 2023 mischte sich Bürgermeister Dietmar Heyde mit seinem Nachhaltigkeitsteam unter die Kunst- und Kulturschaffenden am Rande der Bühne des KPiP-Festivals. Damit passten sie wunderbar in die Konzeption des Festivals am Vallan, denn „Nachhaltigkeit“ und „Einbindung der Bürgerschaft“ standen ganz oben auf der Agenda. So kam zu diesem Anlass das brandneue 17 Ziele-Glücksrad zum Einsatz. Über die dort abgebildeten 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und ihren Bezug zu Rheinberg ließ sich bei strahlendem Sonnenschein unter den Bäumen im Stadtpark wunderbar ins Gespräch kommen. So stellte sich Groß und Klein mutig den Quizfragen rund um das Thema Nachhaltigkeit und durfte damit an der Verlosung von ausgewählten Preisen teilnehmen. Und diese Chance ließen sich über hundert Besucher:innen des Festivals - überwiegend aus Rheinberg - nicht nehmen. So gingen sowohl die zwei Theaterkarten für die Stadthalle als auch der Bibliotheksausweis für ein Jahr in die Reichelsiedlung. Die Freikarten für das Underberg-Freibad waren bestimmt nicht nur wegen des guten Wetters sehr beliebt. Aber es gab auch Mehrwegbecher und Baumwolltaschen mit dem „Rheinberg gemeinsam nachhaltig machen“-Schriftzug zu gewinnen sowie CO2-neutral nach Rheinberg transportierte Schokolade. Getreu dem Nachhaltigkeitsgedanken konnte jede:r Teilnehmende ankreuzen, welcher Gewinn am meisten zusagt. So war die Freude über den jeweiligen Preis und der Nutzen entsprechend groß. Das 17 Ziele-Glücksrad und seine Botschaft für nachhaltiges Handeln wird gerne feste Institution auf dem KPiP-Festival.

 

Thema Nachhaltigkeit auf dem Frühlingsempfang

Ein Talk zum Thema Nachhaltigkeit bildete das „Herzstück“ des Frühlingsempfangs des Bürgermeisters Dietmar Heyde am 19.03.2023 in der Stadthalle in Rheinberg. Die Talkgäste engagieren sich bereits seit fast zwei Jahren innerhalb der Steuerungsgruppe, die die Nachhaltigkeitsstrategie Stadt Rheinberg erarbeitet hat. Aus unterschiedlichsten Bereichen beleuchteten sie, was in Sachen Nachhaltigkeit für sie auf der Agenda steht. Moderiert durch RP-Redakteur Uwe Plien, umrissen Frau Prof. Dr. Daniela Lud, Pfarrerin Ulrike Thölke, Unternehmer Simon Schulz, Dipl. Sozialarbeiter Manuel Kutz, Nachhaltigkeitsmanagerin Sonja Helmich mit Bürgermeister Dietmar Heyde, welche Beweggründe sie zum Mitmachen angeregt haben und wie sie in ihren Bereichen zu einer Veränderung beitragen möchten, Rheinberg zukunftsfähig zu machen. „Der Talk hat gezeigt, wie ernst das Thema von allen Beteiligten genommen wird und wie wichtig es ist, den Nachhaltigkeitsgedanken in jede Institution, jedes Unternehmen, jeden Verein und jede Nachbarschaft zu tragen.“, so Bürgermeister Dietmar Heyde. Nachhaltigkeitsmanagerin Sonja Helmich stellte heraus, dass die Stadt Rheinberg in Bezug auf nachhaltige Entwicklung auf dem richtigen Weg ist: „Es passiert schon viel in Rheinberg. Dies kann wunderbar in einer gemeinsamen Strategie gebündelt, ergänzt und weiterentwickelt werden.“ Bei der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie sind viele Maßnahmenvorschläge entstanden, bei denen die Rheinberger:innen aktiv mitgestalten können. Alle Talkgäste appellierten an die rund 250 Anwesenden: „Wir müssen ins Tun kommen! Kleine Schritte sind so wichtig wie große!“

Eine Nachhaltigkeitsstrategie für Rheinberg – warum?

 

Der fortschreitende Klimawandel mit Dürren und Starkregen, der Verlust biologischer Vielfalt, die Pandemie sowie soziale Ungleichheiten sind aktuelle Beispiele für sich zuspitzende ökologische und soziale Herausforderungen.

 

Mit der Erarbeitung einer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie will die Stadt Rheinberg nun konkrete Ziele und Maßnahmen entwickeln, um sich widerstands- und zukunftsfähig auszurichten.

 

Der entsprechende politische Beschluss ist bereits Ende 2019 einstimmig im Rat der Stadt Rheinberg gefasst worden. Nun steht mit der Einbettung in das Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ eine professionelle wissenschaftliche Begleitung und Förderung diesem Prozess zur Seite.

 

 „Global Nachhaltige Kommune NRW“ – was ist das?

 

GNK LogoSeit 2016 haben bereits 30 Kommunen Nachhaltigkeitsstrategien im Rahmen des Projektes „Global Nachhaltige Kommune NRW“ entwickelt. Die teilnehmenden Kommunen erarbeiten ihre Strategien dabei im Kontext der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die 2015 im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden. Auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie sowie die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie werden berücksichtigt.

 

Durchgeführt wird das Projekt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW). Gefördert wird es durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Nun ist die dritte Laufzeit des Projekts gestartet, die von April 2021 bis Ende 2022 läuft.

 

https://www.lag21.de/projekte/details/global-nachhaltige-kommune/

Globale Nachhaltigkeitsziele

Globale Nachhaltigkeitsziele [Quelle: LAG 21]


„Global Nachhaltige Kommune NRW“ (GNK) in Rheinberg

GNK Logo 4z WEBDie Stadt Rheinberg war mit ihrer Bewerbung für die dritte Projektlaufzeit von GNK erfolgreich. Sie ist eine von sechs ausgewählten Modellkommunen, die aktuell bei der Entwicklung von individuellen Nachhaltigkeitsstrategien begleitet werden. Neben Rietberg, als weiteres Mittelzentrum, nehmen ebenfalls die beiden Großstädte Bochum und Wuppertal sowie die Landkreise Heinsberg                                                                                       und Recklinghausen teil.

 

 

39 Modellkommunen / Landkreise (2016-2022) [Quelle: LAG 21]

 

 

39 Modellkommunen / Landkreise (2016-2022) [Quelle: LAG 21]

Die Erarbeitung der Strategien erfolgt von Grund auf partizipativ und kooperativ. Im Rahmen einer Steuerungsgruppe mit ca. 45 Personen aus Verwaltung, Politik, Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur werden verschiedene kommunale Akteure und Multiplikatoren eingebunden.

 

In Rheinberg ist es gelungen, Menschen aus möglichst vielen Ortsteilen zu gewinnen. Die Anzahl an weiblichen und männlichen Mitwirkenden ist annähernd ausgeglichen. Zudem sind durch die Teilnahme der Seniorenvertretung, aber auch von Schüler*innen aus den beiden weiterführenden Schulen, viele Generationen in den Erarbeitungsprozess einbezogen.

 

Die Steuerungsgruppe entwickelt bis Ende 2022 in fünf Sitzungen ein integriertes Handlungsprogramm mit Leitlinien, strategischen und operativen Zielen sowie konkreten Maßnahmen. Die Basis hierfür bildet eine Bestandsaufnahme, die bestehende Strategien und Konzepte der Stadt Rheinberg sowie aktuelle Entwicklungen mittels quantitativer Indikatoren analysiert. Alle Inhalte werden gemeinsam von allen Beteiligten beschlossen, um Synergien zu fördern und eine Akzeptanz der Ergebnisse sicherzustellen. Zwischen den Sitzungen werden die Inhalte von einem verwaltungsinternen Kernteam aufbereitet. Am Projektende steht die Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie durch die politischen Gremien.

 

5 Sitzungen der Steuerungsgruppe

Die fünf Sitzungen der Steuerungsgruppe [Quelle: LAG 21]

 

Der GNK-Prozess ist als kontinuierlicher Verbesserungsprozess aufgebaut. Neben der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie für Rheinberg werden auch Verabredungen zu deren Monitoring, Bewertung und Fortschreibung getroffen. So soll sich die Nachhaltigkeitsstrategie langfristig und unter ständiger Anpassung und Verbesserung in der Entwicklung Rheinbergs verankern.

 

                                                              KVP [Quelle: LAG 21]

 

Der GNK-Prozess als Kreislauf [Quelle: LAG 21]

 

 

Auswahl der Handlungsfelder in Rheinberg

Für die Arbeit auf kommunaler Ebene sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele in zehn kommunale Handlungsfelder übersetzt worden. Jedes Handlungsfeld beinhaltet jedoch mehrere der übergeordneten Nachhaltigkeitsziele (bunte Tortenstücke).

 

Die zehn möglichen Handlungsfelder im GNK-Prozess [Quelle: LAG 21]

 

Die zehn möglichen Handlungsfelder im GNK-Prozess [Quelle: LAG 21]

 

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe haben sich in ihrer ersten Sitzung im September 2021 zunächst für die Erarbeitung von sechs Handlungsfeldern ausgesprochen. Die Handlungsfelder „Globale Verantwortung & Eine Welt“ und „Nachhaltige Verwaltung“ wurden im Vorhinein durch den Fördergeber bzw. das verwaltungsinterne Kernteam gesetzt. Andere Handlungsfelder sind mit Hinweis auf bereits laufende Prozesse unberücksichtigt geblieben. Dies betrifft z.B. das Thema Mobilität, das derzeit durch ein aktuelles Mobilitätskonzept bereits intensiv bearbeitet wird.

 

 

Ausgewählte Handlungsfelder [Quelle: LAG 21] 

 

Ausgewählte Handlungsfelder für Rheinberg [Quelle: LAG 21]

 

Stadtweite Online-Umfrage zu positiven Zukunftsvisionen in Rheinberg

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Rheinberg hat nicht nur den Anspruch, über die Steuerungsgruppe Rheinberger Akteur*innen in den Arbeitsprozess einzubeziehen, es sollen sich möglichst alle Menschen, die mit Rheinberg Berührungspunkte haben, einbringen können. So ist im November und Dezember 2021 eine stadtweite Online-Umfrage durchgeführt worden. Es wurde darum gebeten, positive Zukunftsbilder in den sechs zu bearbeitenden Handlungsfeldern zu beschreiben. Die zahlreichen Rückläufe wurden durch die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW, als wissenschaftliche Begleitung des Prozesses, ausgewertet und für die Sitzung der Steuerungsgruppe Mitte Januar 2022 aufbereitet. Die Ideen und Impulse bilden damit die Grundlage für Leitlinien und strategische Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie in Rheinberg.

 

Leitlinien der Nachhaltigkeitsstrategie

Die 2. Sitzung der Steuerungsgruppe fand Mitte Januar 2022 situationsbedingt im digitalen Raum statt und hatte erneut über 40 Teilnehmende. Gemeinsam wurde am Wortlaut der sechs Leitlinien für die Nachhaltigkeitsstrategie gearbeitet. Grundlage bildeten die über 70 Impulse der Online-Befragung zu positiven Zukunftsbildern in Rheinberg.

 

Erarbeitung von strategischen und operativen Zielen

 

Wie die Diskussion zu den Leitlinien musste auch die Erarbeitung der strategischen Ziele digital erfolgen. Die strategischen Ziele leiten sich aus den Leitlinien der sechs Handlungsfelder ab. Sie sind mittlerweile im Rahmen der 3. Sitzung der Steuerungsgruppe Ende Mai 2022 durch diese verabschiedet worden. Zu diesem Anlass konnten die knapp 40 Teilnehmenden wieder gemeinsam in der Stadthalle und den angrenzenden Räumlichkeiten zusammenkommen. In Kleingruppen wurden erste Ideen für operative Ziele zusammengetragen, die sich unter anderem durch ihre Messbarkeit von den strategischen Zielen unterscheiden. Durch eine Online-Abfrage und eine erneute Kleingruppen-Arbeit in den einzelnen Handlungsfeldern in der ersten Augusthälfte wird es wieder allen Mitgliedern der Steuerungsgruppe ermöglicht, sich in die Formulierung der operativen Ziele einzubringen. Die LAG 21 NRW, als wissenschaftliche Begleitung des Prozesses, wird anschließend die Beiträge auswerten und sie für die 4. Sitzung der Steuerungsgruppe Anfang September 2022 zur Verabschiedung aufbereiten. An diesem Termin ist auch die Erarbeitung von konkreten Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern vorgesehen.

Die Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Rheinberg durch den Stadtrat ist für Ende des Jahres 2022 vorgesehen.

 

Globales Anliegen – Rheinberger Strategie

 

Nachhaltigkeitsstrategien werden derzeit in vielen Kommunen und Kreisen erarbeitet bzw. fortgeschrieben. In vielen Gebietskörperschaften sind die Herausforderungen und Zielsetzungen ähnlich gelagert. Um dem Rheinberger Prozess eine persönliche Note zu geben, wurden die sechs Handlungsfelder, an denen gearbeitet wird, mit Rheinberger Bezug gezeichnet.

 

Zu den handgezeichneten Illustrationen der Handlungsfelder für Rheinberg sind Stichworte genannt, die ihre Inhalte näher beschreiben.

 

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Rheinberg hat nicht nur den Anspruch, über die Steuerungsgruppe Rheinberger Akteur*innen in den Arbeitsprozess einzubeziehen, es sollen sich möglichst alle Menschen, die mit Rheinberg Berührungspunkte haben, einbringen können. So ist im November und Dezember 2021 eine stadtweite Online-Umfrage durchgeführt worden. Es wurde darum gebeten, positive Zukunftsbilder in den sechs zu bearbeitenden Handlungsfeldern zu beschreiben. Die zahlreichen Rückläufe wurden durch die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW, als wissenschaftliche Begleitung des Prozesses, ausgewertet und für die Sitzung der Steuerungsgruppe Mitte Januar 2022 aufbereitet. Die Ideen und Impulse bilden damit die Grundlage für Leitlinien und strategische Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie in Rheinberg.

 

Plakat zur Umfrage - Quelle - Stadt Rheinberg

 

Lebenslanges Lernen

  • kulturelle Förderung und Potenziale nutzen
  • Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit, Beteiligung, Austausch und (generationenübergreifender)
  • Zugang zu AngebotenBildungsinfrastruktur: Ausstattung und Vernetzung der Akteur*innen

Soziale Gerechtigkeit und Zukunftsfähige Gesellschaft

  • sozialer Zusammenhalt, Zugang zu Informationen und Angeboten & Engagement
  • Prävention, „Leave no one behind!“, Blick auf soziale Brennpunkte und Segregation vermeiden
  • inklusiver Arbeitsmarkt, berufliche Chancengleichheit und keine Diskriminierung

Globale Verantwortung und eine Welt

  • Beteiligung, Aufklärung und Sensibilisierung
  • Projekte und Partnerschaften weltweit
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
  • Konsumvermeidung, Abfallreduktion, Lieferketten und Kreislaufwirtschaft

Klimaschutz und Energie

  • erneuerbare Energien (Strom & Wärme) und Nachhaltigkeit im Gebäudesektor
  • ressourcenschonende und innovative Mobilitätsangebote und –nutzung, ÖPNV und alternative Antriebe
  • Energieeinsparung, Ressourceneffizienz (Recycling statt Auskiesung), Ernährung und Konsum
  • Biodiversität und Klimafolgenanpassung

Wohnen und Nachhaltige Quartiere

  • Wohnraum: bezahlbar und an Bedürfnisse angepasst
  • Ausgestaltung der Quartiere, Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts, innovative Stadtentwicklung und Gesundheitsförderung im Quartier
  • Rahmenbedingungen nachhaltiger Mobilitätsinfrastruktur in den Stadtteilen: Straßenraumgestaltung, bessere Erreichbarkeit und digitale Fahrplanauskunft
  • digitale Infrastruktur in den Ortsteilen: Breitbandausbau, öffentliches WLAN und Mobilfunkausbau

Nachhaltige Verwaltung

  • Nachhaltigkeitsmanagement innerhalb der Verwaltung und Haushaltsplanung
  • Beteiligung und Kooperation, unterstützt durch digitale Formate
  • Beschaffung und Vergabe
  • Mitarbeitendenmobilität
  • Digitale Transformation der Verwaltung

GNK Infostandt auf dem Kulturfest in RheinbergDas Projekt „Global Nachhaltige Kommune Rheinberg“ war auch auf dem Rheinberger Kulturfest am 11. und 12.06.2022 präsent. Am Stand der Stadt Rheinberg gegenüber dem Lindenplatz konnten die Rheinberger Kinder Nachhaltigkeitsmotive ausmalen. Ältere Interessierte hatten die Möglichkeit, sich durch eine Postkartenaktion über die Nachhaltigkeitsbestrebungen in ihrer Stadt zu informieren und eigene Ideen in den Prozess einzubringen.

 

 

 

GNK Postkarte zur Bürgerbeteiligung[GNK-Postkarte zur Beteiligung von Bürger*innen]