Rheinberg, natürlich niederrheinisch

Solarinitiative

 

Förderung von Balkon/ Stecker-PV-Anlagen für Mieter*innen und Wohnungseigentümer*innen

Im Mai 2019 hat der RVR zusammen mit dem Handwerk Region Ruhr die Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr gestartet, um in 15 Pilot-Kommunen mit der Erschließung des großen Solarpotentials der Region zu beginnen. Bisher wurden im Rahmen der Initiative in erster Linie Unternehmen und Gebäudeeigentümer*innen angesprochen und unterstützt, Mieter*innen gingen bisher leer aus. Das soll sich nun ändern: der RVR stellt einen Fördertopf von 9.000 € für sogenannte Balkon-Solarmodule bzw. Stecker-Solargeräte zur Verfügung. Damit sollen in neun der 15 Pilotkommunen, darunter auch Rheinberg,  jeweils die ersten zehn Balkon-Solarmodule, für die ein Förderantrag gestellt wird, einen Zuschuss von 100 € erhalten.

 

Eine solches Stecker-Solargerät besteht aus bis zu zwei Standard-Solarmodulen und kostet etwa 350 bis 500 €. Es ist also deutlich günstiger als eine Photovoltaikanlage und daher auch für Geringverdienende bezahlbar. Der mit dem Stecker-Gerät erzeugte Strom kann von verschiedenen Haushaltgeräten wie zum Beispiel Fernseher, Kühlschrank und Waschmaschine genutzt werden. Dadurch dreht sich der Stromzähler langsamer und die Stromrechnung vom Energieversorger fällt niedriger aus. Der oder die Einzelne entlasten jedoch nicht nur ihr Portemonnaie, sondern auch die Umwelt: durch die Nutzung der Sonnenenergie kann nachhaltig der CO2-Ausstoß gesenkt werden.

 

Wichtig ist eine verschattungsfreie und sichere Aufstellung bzw. Anbringung des Stecker-Solargeräts auf dem Balkon oder der Terrasse. Und das Schöne ist: die Solarmodule amortisieren sich in etwa 8 Jahren und sie funktionieren in der Regel störungsfrei mindestens über einen Zeitraum von 20 Jahren. Bei einem Umzug können die Module problemlos mitgenommen und woanders montiert werden.

 

Auch wenn sich Stecker-Solargeräte langfristig selbst finanzieren können, möchte der RVR mit dem Zuschuss einen Anreiz dazu bieten, jetzt zu handeln, denn ein bisschen Arbeit und Papierkram muss schon erledigt werden. Eine Checkliste „Schritt für Schritt zum Stecker-Solargerät“ und viele weitere Informationen bietet die Internetseite der Verbraucherzentrale NRW: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/erneuerbare-energien/steckersolar-solarstrom-vom-balkon-direkt-in-die-steckdose-44715

 

Wer einen Zuschuss zu seiner Balkon-PV-Anlage erhalten möchte, sollte diesen vor dem Kauf beantragen, das entsprechende Antragsformular sowie die Förderrichtlinie findet sich rechts unter Downloads. Bitte beachten Sie, dass der Vermieter/ die Eigentümergemeinschaft mit der Anbringung einverstanden sein müssen. Diese Förderung ist ausschließlich für Mieter*innen und Wohnungseigentümer*innen abrufbar.

 

Förderung für Unternehmen

Weiterhin können die ersten drei Photovoltaik-Anlagen, die fristgerecht durch ein Unternehmen beantragt und installiert werden einen Zuschuss von 500 € erhalten.

 

Die jeweiligen Antragsunterlagen und Förderrichtlinien zur Solarinitiative können Sie recht unter „Downloads“ herunterladen. Bitte beachten Sie, dass die Förderung stets vor Errichtung der Solaranlage beantragt werden muss, eine nachträgliche Bewilligung und Förderung ist nicht möglich.

 

Der erste Schritt, um den Zuschuss zu erhalten, ist der Blick in das regionale Solardachkataster: Dort können Sie mit wenigen Klicks überprüfen, ob Ihr Dach genug Sonneneinstrahlung erhält, damit sich eine Photovoltaik-Anlage rechnet. Das Kataster und viele weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Ausbau-Initiative https://solar.metropole.ruhr. Darüber hinaus können interessierte Unternehmen im Rahmen der Ausbau-Initiative eine Erstberatung der Energie Agentur NRW in Anspruch nehmen.